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Reise in eine "träumerische Welt"

Das Trio "Musique au Chocolat" verzauberte im Walldürner "Schlachthof" die Konzertbesucher mit Jazz vom Feinsten

Walldürn. (Sti) Ein besonderes musikalisches Ereignis und ein zugleich "süßer" konzertanter Hochgenuss wurde am Samstag den knapp 100 begeisterten Besuchern im Saal des "Schlachthofs" vom Stadtmarketingverein durch das Trio "Musique au Chocolat" präsentiert. Zwei Stunden lang begeisterten und verzauberten die drei Vollblutmusiker Jan Pascal Stieber (Gitarre), Laurent Leroi (Akkordeon) und Alberto Mengendes (Tenorsaxophon, Sopransaxophon und Querflöte) mit den schönsten Melodien ihrer Heimat, bestehend aus einem bunten Mixed aus Tango, Volkstümlichem und Jazz. Die Musiker verpackten die Musik sozusagen als "Musique au chocolat". Mal zart schmelzend, mal bitter wechselten stetig die Melodien des Trios.
Drei Individualisten aus unterschiedlichsten musikalischen Bereichen, die sich erstmals 2008 trafen und schon bald darauf eine gemeinsame CD aufnahmen, brillierten wie bei all ihren Auftritten mit ihrem "Cross over", stellten immer wieder ihr großartiges instrumentales Können, ihre Begeisterung am Instrumentalspiel und ihre Freude am solistischen und perfekt aufeinander abgestimmten gemeinsamen Musizieren unter Beweis, und verliehen diesem Konzert-Highlight mit den spontanen Improvisatorischen Momenten eine Einzigartigkeit ohne gleichen. Mit ihren Darbietungen auf dem Akkordeon, auf der Gitarre und auf dem Saxophon verzauberten sie zwei Stunden lang das Publikum und führten es in eine "schokoladig-träumerische Welt".
Zu hören waren immer wieder gerne gehörte Chansons, Lieder und Canciones aus den 30er bis 50er Jahren des letzen Jahrhunderts, aber auch Eigenkompositionen von Jan Pascal Stieber und Alberto Menéndez.
Überzeugend wurde von allen drei Vollblutmusikern auf der Bühne ein instrumentales "musikalisches Spitzenmenue" geboten, bei der sich Jan Pascal Stiebet, Alberto Menéndez und Laurent Leroi trotz allerhöchster Anforderung an Konzentration und musikalische Perfektion ausgesprochen souverän und mit einer Mischung aus Leichtigkeit und Temperament, die ihres gleichen suchen kann, präsentierten.
Die Zuhörer hörten im ersten Teil vom Trio "Musique au chocolat" den von A. Menéndez komponierten "Chocolat Tango", die aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammende deutsche Melodie "Mackie Messer" von Kurt Weill, den spanischen Bolero "La Puerto" von Luis Miguel, das durch Edith Piaf weltbekannt gewordene französiche Chanson "Sous le ciel del Paris" mit aparten und verträumten Instrumentalklängen, den von Angel Gregorio Villoldo komponierten argentinischen Tango "El Choclo" (der Maiskolben), den vom Trio "Chocolat" komponierten Blues "Man´s Blues" sowie den Swing "Gipst Spirit" von Jan Pascal Stiebet, mit dem es schwungvoll in die Pause ging.
Nach der halbstündigen Pause beherrschten dann leichte Swing- und Tangorhythmen den zweiten Teil dieses Konzertabends, wobei die Musiker des Trios "Musique au chocolat" die Konzertbesucher und ihre Fans im Saal dann noch nahezu eine Stunde lang mit mehreren Eigenkompositionen sowie mit verschiedenen bekannten Melodien anderer beliebter Komponisten des 20. Jahrhunderts erfreuten - angefangen von beschwingten Auftakt mit "Minor Swing" von Django Reinhardt über den "Libertango" von Astor Piazzola, "El pararo famoso" (eine Eigenkomposition von Alberto Menéndez mit amüsanter Klangschilderung der Aktivitäten eines Vogels). "L'ete des les mousique" (Der Sommer und die Schnacken; Eigenkomposition von Laurent Liroi ), "Frühling an der Seine" (Eigenkomposition von Laurant Liroi mit Klängen zum Träumen) bis hin zu "Tango terricola" (Eigenkomposition von Alberto Menéndez) und dem aus dem jiddischen Musical "Men ken leben nor men lest nisht" stammenden Swing Song "Bei Mir bist du schoen" von Shalom Sekunda.
Wie gut alle diese Melodien beim Publikum im Saal ankamen, bewies, der Schlussapplaus der begeisterten Konzertbesucher, die die drei Akteure erst nach zwei weiteren Zugaben endgültig von der Bühne ließen. Als Zugaben zu hören waren die beiden Kompositionen "Take the A-Train" und "La mär", ein Swing von Charles Tränet.
Bürgermeister Markus Günther als Vorstandsteamdmitglied des Stadtmarketingvereins machte sich zum Sprecher aller Konzertbesucher und dankte den drei Vollblutmusikern Jan Pascal Stiebet, Alberto Menéndez und Laurent Leroi am Ende für ein großartiges Konzert. Ferner wies er noch kurz darauf hin, dass der Stadtmarketingverein in den nächsten Monaten noch mit drei weiteren Konzert-Highlights aufwarten kann:
Am 26. November mit einem Irish-Folk-Konzert mit der Musikgruppe "Dhablia Lane", am 4. Dezember mit der Nikolaus-Party "Christmas Rock" und am 19. Februar mit einem Konzert mit den "Jungen Tenören".