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Sommerabend mit Spanischen Klängen im Schlossinnenhof
Einen besonderen musikalischen Höhepunkt erlebten die Besucher des Konzertes von Jan Pascal und seinem Nuevo Cuarteto am Abend des 9. Juli in Bad Bergzabern. Die fünf Berufsmusiker, begleitet von einer Gitarrenschülerin Jan Pascals, boten mit ihrer Musik hohen Genuss für Augen und Ohren. Die Freude an der Musik und am gemeinsamen Spiel blitzelte allen Künstlern förmlich aus dem Gesicht. Das Publikum spürte die unbändige Spielfreude der neuen Formation um Jan Pascal Stieber, der bereits zum dritten Mal in der Kurstadt gastierte und quittierte jedes Stück mit viel herzlichem Applaus.
Jan Pascal Stieber und Alexander Kilian an der Gitarre, Omar Plasencia an den Percussions, Sandro Gulino mit der Bassgitarre und Alberto Menéndez mit Querflöte oder Sopransaxophon zauberten passend zur warmen Sommernacht spanische Klänge unterschiedlichster Art in die schöne Atmosphäre des Schlossinnenhofs, zusätzlich unterstützt von Christa am Cajon und mit dem Klatschen des besonderen Rhythmus der spanischen Musik.
Christa, Jan Pascal, Alexander Mal leicht und locker, mal wild und schnell, mal ruhig mit tiefen Klängen, wurden die über 100 Zuhörer musikalisch in verschiedene Landschaften, Kulturen und Geschichten entführt. Angenehm entspannt und leise gab Jan Pascal dazu kurze Erklärungen zu einigen der Stücke, die er, wie er gleich zu Beginn betonte, mit großer Freude in dieser neuen Formation vorträgt. Er fühle sich „wie auf einer Sänfte
getragen“ von den Vollblutmusikern aus Deutschland, Italien, Spanien und
Venezuela. Man konnte sich zurücklehnen und einfach genießen, mit welcher Leichtigkeit und Virtuosität die Künstler ihre Instrumente beherrschten und sich im Zusammenspiel hervorragend unterstützten und ergänzten. Immer wieder gab es Soloeinlagen, jeder brachte sein Instrument in besonderer Weise zum Klingen, jeweils unterstützt und getragen auf einem Klangteppich von den Klängen der anderen. Mit viel Blickkontakt spielten sich die Musiker die musikalischen Bälle zu und gaben sich viel Raum für
spontane Variationen ihrer vorgesehenen Stücke.
Im Publikum sah man überall entspannte frohe Gesichter, die Gäste waren voll des Lobes über die dargebotene Musik, die kaum einen ganz ruhig sitzen ließ. Es wurde mitgeklatscht, gewippt, die Musiker nahmen die Zuhörer mit in ihre Stücke. Der Wechsel zwischen Eigenkompositionen Jan Pascals von Tänzen wie Flamenco, Samba, Tango, komponierten Geschichten, Balladen und dazu besonderen Bearbeitungen bekannter Melodien war sehr ausgewogen gewählt und machte das Konzert zu einem sommerlich leichten Hörgenuss auf hohem Niveau. Die Beleuchtung der Bühne unter der Linde war dezent gewählt und vermittelte damit auch optisch den Eindruck, dass sich dort Freunde in der Abendsonne zum Musizieren treffen.
Mit stehendem Beifall bedankte sich das Publikum nach fast zwei Stunden Konzert und wurde mit zwei besonderen Zugaben noch beschenkt. Jan Pascal und Alexander spielten mal im Duett, wo die Melodien von einer auf die andere Gitarre überflossen und dann wieder im Duell, wo ein Künstler den anderen an Schnelligkeit und Virtuosität überholte. Man sah, spürte und fühlte die Brillanz und das hohe Können der beiden Gitarristen, für die die Musik schon seit Kindesbeinen zum Leben gehört. Den Schlusspunkt setzten die fünf Musiker, die in der erst kurzen Zeit des Miteinanders bereits zu Freunden geworden sind, mit dem Stück „Dance of Joy“ (Tanz der Freude), was ihre und die Stimmung der Gäste aus Beste widerspiegelte. CD-Aufnahmen von dieser neuen Formation gibt es noch nicht. Laut Jan Pascal Stieber sind die Vorbereitungen für eine Aufnahme in Arbeit.
Mehr Informationen für Interessierte gibt es auf der Seite www.janpascal.de.
(S. Lunkenheimer) |